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Studiums- und Ausbildungsinhalte

Wissenschaftliche Qualität: Sowohl die Studieninhalte als auch die zu vermittelnden Kompetenzen erpräsentieren die Charakteristiken eines wissenschaftlichen Universitätsstudiums. Die wissenschaftsmethodische Kompetenz entspricht den bestehenden akademischen Standards eines Psychologie-Studiums (Master-Niveau).

a) Grundlagen: Es werden die wissenschaftlich fundierten psychologischen, neurowissenschaftlichen, biologisch-medizinischen und sozialen Konzepte und Erkenntnisse vermittelt, die für ein Verständnis menschlichen Verhaltens und Erlebens bei Gesunden und bei krankheitsrelevanten Abweichungen wesentlich sind. Voraussetzungen sind methodische Kenntnisse und Kompetenzen der Statistik, Diagnostik, der Forschungsmethodik und der Experimentalpsychologie.

b) Krankheitslehre, Störungsmodelle: Es werden die wissenschaftlich fundierten Modelle und Erkenntnisse zu den wesentlichen Krankheitsbildern aller Altersgruppen, bei denen Psychotherapie indiziert ist vermittelt.

c) Psychotherapeutische Verfahren und Methoden: Es wird ein Überblick über alle wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren und Methoden zur Behandlung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen vermittelt. Inhalte der Vermittlung umfassen dabei ihre wissenschaftstheoretische Einordnung, historische Aspekte, die Rolle in der Versorgung (kurativ, präventiv und rehabilitativ) sowie die Darstellung der Evidenzbewertung inklusive der zusammenfassenden Bewertung von Behandlungsansätzen in Behandlungsleitlinien. Darüber hinaus werden auch wissenschaftlich in Evaluation befindliche Neuentwicklungen, insbesondere auch verfahrensübergreifende therapeutische Ansätze berücksichtigt. Auch Versorgungsstrukturen und –modelle sowie Ansätze der Prävention und Rehabilitation werden vermittelt.

d) Psychotherapeutische Handlungskompetenz: Es werden grundlegende psychotherapeutische Handlungskompetenzen sowohl zur Behandlung von Erwachsenen als auch von Kindern und Jugendlichen praxisorientiert vermittelt. Hierbei steht die Vermittlung verfahrensübergreifender Basiskompetenzen im Vordergrund, da vertiefte verfahrensspezifische Handlungskompetenzen erst in der nach dem Studium folgenden Weiterbildung erworben werden. Die Vermittlung von Handlungskompetenzen im Studium soll auf eine Umsetzung von wissenschaftlich fundierten Leitlinienempfehlungen vorbereiten, dabei im Sinne eines evidenzbasierten, zukunftsweisenden Pluralismus auch den Erwerb von basalen Handlungskompetenzen in mindestens 2 wissenschaftlich anerkannten Therapieverfahren, -methoden oder Neuentwicklungen ermöglichen.

e) Organisations- und Leitungskompetenzen: Es werden praxisorientiert grundlegende Organisations- und Leitungskompetenzen (z.B. für interdisziplinärer Behandlungszentren Psychotherapie) vermittelt.

f) Praktika: Praktika und praxisorientierte Lehre umfassen verschiedene Behandlungssettings (stationär, IBP, ambulant), die Kompetenzen zur interdisziplinären Zusammenarbeit vermitteln und Erfahrungen mit Störungsbildern unterschiedlicher Art, Schwere und Komplexität ermöglichen.

g) Psychopharmakologie: Grundkompetenzen in Psychopharmakologie sind für alle approbierten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zwingend, da sie Patientinnen und Patienten ihres Fachgebietes über alle wissenschaftlich fundierten Behandlungsansätze informieren müssen sowie aktiv bei der Koordinierung psychotherapeutischer und psychopharmakologischer Behandlungen mitwirken müssen.